Steinskulpturen

Steinskulpturen

sind wohl eine der ältesten Zeugnisse der bildenden Kunst.
Bereits in der Steinzeit haben die Menschen Talismane und Glücksbringer aus Stein hergestellt.
Feinste Details an Ausgrabungsgegenständen sind Zeugen ihres Könnens.

Monumentale Steinskulpturen

Jeder kennt sie aus Filmen, Bildern und Beschreibungen. Sie sind Inhalt oder Beiwerk vieler Bücher. Mystisch angehaucht oder oft nur stumme Zeugen der Zeit.
Die Zeitlosigkeit ist auch einer der Hauptreize vieler Bildhauer und Steinmetze, sich mit Stein als Material zu beschäftigen.
Die bekanntesten Skulpturen sind sicher die Monumentalbauten der Äqypter aus vorchristlicher Zeit. Aber auch die Maya, Olmeken und ähnliche Volksstämme aus Südamerika haben ähnliches geleistet. Nicht mal der allesverschlingende Urwald konnte diese Meisterwerke der Steinmetze vertilgen.



An dritter Stelle stehen mit Sicherheit viele indische, unter buddhistischem Einfluß erbaute, Tempel. Aber man findet diese Skulpturen überall auf dem Planeten. Sei es auf den Osterinseln oder in China. Griechenland und Rom haben wohl mit ihren realistischen Skulpturen ihrer damaligen Hochkultur eine Vielzahl beeindruckender Kunstwerke für die heutige Zeit hinterlassen.

Auffällig ist jedoch an allen diesen Zeugen der Zeit, daß auch immer eine architektonische Meisterleitung einhergeht. Bauwerke, Tempel und Skulpturen sind eine harmonische Einheit.

Daraus wird aus kunsthistorischer Sicht die unweigerliche Verknüpfung von Hochkultur, Glaube und Hochgesellschaft ersichtlich.
Letzte Höchstleistungen in der Art dürften wohl die der katholischen Kirche mit den Kirchenbauten von 1500 bis ins späte 18.te Jahrhundert gewesen sein. Mit dem Beginn der Industrialisierung ist auch ein Rückgang dieser Art von monumentaler Kunst feststellbar.
Erst wieder Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen von Jugendstil und anderen Kunstrichtungen ist wieder ein Anstieg zu sehen.
Einer der wohl hervorstechendsten Künstler dieser Zeit war August Rodin.

Leider scheint es aber auch so zu sein, daß die Fertigung derartiger Monumente so gut wie immer nur von mächtigen herrschenden Gesellschaftsschichten ausging. Sobald diese Herrscherschicht zerfiel, ging auch meist das Wissen um diese Fertigkeiten mitverloren. Aber diesen Punkt wollen wir hier nun nicht weiter verfolgen, dafür gibt es genug Plattformen im Internet, welche sich ausführlicher damit beschäftigen.

Meisterwerke aus der "Neuzeit"

August Rodin war wohl ein echter Vorreiter. Er hat es geschafft, sich von festgefahrenen Vorstellungen von der perfekten Skulptur zu lösen. Er begann eigene Wege zu suchen und geniesst für diesen Verdienst heute noch großes Ansehen. Ihm wurde damals sogar "Naturabformung", also Körperabformung, zum Vorwurf gemacht und er wurde dafür sogar vor Gericht zitiert. Später aber von diesem Vorwurf wieder frei gesprochen.

Wir können froh sein, daß so etwas heutezutage undenkbar ist.
Wobei auch H.R. Giger (ein schweizer Künstler), welcher durch seine Skulpturen und Gemälde internationale Bekanntheit erlangte, wurde in den USA von Sektenmitgliedern wegen pornografischen Inhalten in seiner Kunst angezeigt. Doch wer sich mit Giger beschäftigt hat, erkennt zuerst den Gesellschaftskritischen Aspekt der Arbeiten.



Aber auch in Deutschland gibt es den einen oder anderen Skandal.

So ein Relief an einem Rathaus, welches Internationales Aufsehen erregte. Die Rede ist von dem Großherzog-Ludwig-Denkmal? in Bodman-Ludwigshafen? von Peter Lenk (external link).

Peter Lenk: "Wenn das in der "Bild" negativ kommt, ist das nur gut für mich. Wäre es anders, könnte ich als Künstler aufhören."



Das Relief des Bildhauers Lenk mit dem Titel «Ludwigs Erbe»




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